Jahresberichte der Bereitschaft
Die Jahresberichte / Jahresrückblicke unserer Bereitschaft nach Jahreszahlen sortiert.
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Jahresbericht 2001
Um Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger einen Einblick in unsere Arbeit zu geben, möchte ich hier unseren Jahresbericht 2001 wiedergeben.
37 Mitglieder unserer Bereitschaft haben insgesamt 43 Einsätze im Jahr 2001 durchgeführt. Wenn man die Stunden jedes einzelnen Helfers aufaddiert, kommt die stolze Summe von 1956 Stunden zusammen.
Blutspende in der MZH
Den größten Teil davon nimmt die Durchführung des Blutspende-termins ein. Für das Vorbereiten und Betreuen von vier Terminen im Jahr werden viele Freiwillige benötigt, die bereit sind diese Satzungsgemäße Aufgabe zu erfüllen, um jeden Blutspender zu betreuen, zu bewirten; kurz gesagt, um ihm das Gefühl zu geben, er ist bei uns in den besten Händen. 842 Spender fanden den Weg in die Turnhalle in Ewersbach. Nach der strengen ärztlichen Kontrolle wurden 759 zur Ader gelassen und spendeten immerhin 379,5 Liter Blut.
Wilhemswarte
An zweiter Stelle standen die Sanitätsdienste. 12 Veranstaltungen fanden im heimischen Raum statt, die unsere Bereitschaft betreute. Angefangen im Februar mit der Nachfrage des KV, der noch 2-3 Helfer für den Herborner Karneval benötigt , gefolgt von dem 100 jährigen Geburtstag der Wilhelmswarte, der seitens der Gemeinde Dietzhölztal ge-bührend gefeiert wurde.
DownHill Rittershausen 2001
Das Downhillrennen, welches in diesem Jahr wieder stattgefunden hat verschlang viel Potential an Mann und Material. Bei dieser Veranstaltung hatten wir genaue Vorgaben durch den Einsatzleiter Arnd Sawitzki und unserer Notärztin Dr. Liane Glaser Lange, denen wir für ihre Mühe herzlich danken möchten. so manches mal haben wir den Kopf geschüttelt über so viel Leichtsinn der Fahrer, die sich todesmutig über eine verrückte Strecke, die mancher von uns noch nicht einmal zu Fuß bewältigt hätte, mit dem Rad heruntergestürzt haben.
Am 30.06. haben wir die diesjährige Ferienpassaktion der Gemeinde mitgestaltet. 25 Kinder erfreuten sich an einem abwechslungsreichen Programm. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei Silvia Eckhard, die den Kindern einen Einblick in die Welt der realistischen Unfalldarstellung gegeben hat. Ebenfalls ein Dankeschön den Mitgliedern der Rettungshundegruppe, die mit ihren Vierbeinern geholfen haben ein Abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen und den Kindern einen schönen Tag bereiteten. Nicht zu vergessen unsere beiden „Meisterköche“ Ludwig Debus und Candy Bittner, die mit viel kaltem Tee, Hähnchenschenkel und Brötchen die Kinder verköstigt haben.
Ausflug Rhön 2001
Einen Höhepunkt gab es noch im Oktober dieses Jahres. Nach sorgfältiger Planung durch Lieselotte Kreck, bei der wir uns recht herzlich bedanken möchten, fuhren wir für zwei Tage in die Rhön. Auch das Wetter war uns wohlgesonnen, denn bei frühlingshaften Tempe-raturen und Sonnenschein pur machten wir neben ein paar geselligen Stunden in unserem Hotel „Zur Ulster-brücke“ einen Spaziergang durch das schwarze Moor, quetschten uns durch die Menschenmassen auf dem berühmten Kloster Kreuz-berg und ließen uns auf dem Rückweg die Wasserkuppe mit dem Segelflieger-museum nicht entgehen. Sicherlich ein paar unvergessliche Augenblicke und wir hatten viel Spaß in dieser Zeit.
Kat-S Fahrzeug 2001
Das wir nicht umsonst viele Stunden des Lernens über Katastrophenschutz im allgemeinen und Betreuungszug im Speziellen geleistet haben, hat uns dieses Jahr zwei Realeinsätze gezeigt. Ein Bombenfund in Haiger Rodenbach am 23. August hat dazu geführt, dass viele Bewohner ihre Häuser verlassen mussten. Das Betreuen der Betroffenen hat sich teilweise schwieriger gestaltet, als uns im „trockenen“ Unterricht beigebracht wurde. Das Erkunden und Einrichten einer Notunterkunft – Erkunden: Rein in ein leeres Gebäude, feststellen wie viele Leute hineinpassen! Einrichten: Wir stellen Tische und leiten dann erst die Betroffenen durch eine mit Absperrband errichtete Gasse hinein und registrieren schön der Reihe nach. – zeigt sich im Ernstfall oftmals anders. Seit den Mittagsstunden harrten die Bewohner schon im Gemeindehaus aus. Erst um 15:40 Uhr wurde der Betreuungszug alarmiert und hat mit der Betreuung begonnen. Eine geregelte Registrierung und ein geordnetes Belegen war natürlich schon hinfällig. Es hat sich aber alles zum Guten gewandt. Die Bombe wurde entschärft und gegen 20 Uhr konnten die Leute in ihre Wohnungen zurückkehren.
Wesentlich kälter war es bei unserer zweiten Alarmierung. Am 22. Dezember (zu Nachtschlafender Zeit um kurt vor zwei) wurde die SEG (Schnelle Einsatzgruppe) Betreuung alarmiert. Ca. 30 km Stau auf der A 45. Schon seit dem Vorabend standen die Fahrzeuge, da sich auf der Kalteiche durch Glatteis bedingte Unfälle ereigneten und der eine oder andere LKW quer zur Fahrbahn stand. 7 Leute unserer Einheit fuhren nach Haiger, und begaben sich ausgerüstet mit Tee und Decken gemeinsam mit Helfern aus Haiger und Donsbach auf die Autobahn. Zwei weitere Helfer unserer Einheit kümmerten sich ab dem frühen Morgen um die Ausgabe von Tee und Würstchen in dem Auf-fanglager in Haiger. Vier Mitglieder der Verpfle-gungsgruppe begannen zeitig mit dem zubereiten von weiter benötigtem Tee und Suppe.
Auch eine Satzungsgemäße Aufgabe ist die Kleidersammlung des DRK.
Im Frühjahr und Herbst haben viele Mitglieder unserer Bereitschaft Dietzhölztal aber auch im ganzen Gebiet des Kreisverband Dillkreis Kleiderspenden eingesammelt. Ob auf LKWs, die von unseren heimischen Firmen zur Verfügung gestellt wurden, oder aber in unserem DRK-Depot, wo die Verpflegung zubereitet und anschließend an unsere Helfer ausgegeben wurde; überall waren ehrenamtliche Mitglieder bei der Arbeit.
Abschließend möchten wir uns bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die teilweise sehr viel Zeit investiert haben. Die Arbeit wird sicherlich auch im nächsten Jahr nicht weniger, doch bleibt zu hoffen, dass wieder viele Kameraden und Kameradinnen bereit sind im Jahr 2002, diese Arbeit zu leisten.
Wir wünschen allen Helferinnen und Helfern ein gutes Jahr 2002 und hoffen weiterhin auf gute Zusammenarbeit.
Dorothee Schmidt (Bereitschaftsleiterin) Stefan Nadler (Bereitschaftsleiter)